Düsentrieb, Wüstenklima oder Nebeldampf?

Ein Whirlpool im Garten oder eine Heimsauna sind private Erholungsoasen

Sauna & Whirlpool ()

 

Spa - ein Wort löst Assoziationen von Luxus und Wohlbefinden aus. Wer sich in einen Erholungstempel begibt, träumt oft danach auch von Wellness direkt im eigenen Heim. Das Zuhause-Magazin stellt die wichtigsten Fakten vor, die man wissen sollte, bevor man sich einen Whirlpool oder eine Heimsauna anschafft.

Die Experten Sibylle und Ewald Ettl vertreiben Saunen und Whirlpools und kennen die Fragen und Wünsche der Privatkunden aus ihrer Berufserfahrung. "Vor mehreren Jahren waren Whirlpools im heimischen Garten kaum ein Thema," erinnert sich Pool-Expertin Sibylle Ettl.

Heute erlebe die Branche einen regelrechten Boom. "Man merkt, dass die Kunden immer mehr Wert auf Wellness legen," freut sich die Geschäftsfrau. Rund 7 500 bis 8 000 Euro müssen Erholungssuchende für einen Pool aus dem Fachhandel einplanen. Dafür gibt es Erholung im eigenen Sprudelbad im Garten. Je nach Geldbeutel erhalten die Kunden Varianten mit mehr oder weniger Düsen.

Kurze Aufbauzeit


"Die Voraussetzungen für einen Whirlpool zuhause sind ein Platz im Garten, der ungefähr zweieinhalb auf zweieinhalb Meter groß sein sollte, und ein Starkstromanschluss," erklärt Sibylle Ettl. Der Untergrund müsse nicht unbedingt betoniert sein, sollte aber auf jeden Fall auf Festigkeit geprüft werden.

Ein handelsüblicher Pool kann schon in einem Tag aufgebaut werden. "Meist kann man schon am Abend das erste Bad im Whirlpool genießen," steckt die Fachfrau den Zeitrahmen für die Bauarbeiten ab.

Wer auf Chlor empfindlich reagiere, müsse auf einen Whirlpool übrigens nicht verzichten, erläutert Sibylle Ettl. Mit einem sogenannten "Spa-Balancer", einer Flüssigkeit, die für Hygiene im Pool sorgt, kann der Pool chlorfrei gepflegt werden. Auch sei für einen Whirlpool natürlich nur eine kleine Menge Chlor nötig, falls man sich für diese Variante der chemischen Wasserreinigung entscheidet. Vor einer allzu hohen Wasserrechnung müssen Sprudelfreunde keine Angst haben. "In einem modernen Pool muss das Wasser nur alle drei Monate ausgetauscht werden," so die Expertin. Damit schont ein heimischer Whirlpool also nicht nur das Budget des Besitzers, sondern auch die Umwelt.

Wellness im Badezimmer

Auch immer mehr Kunden wünschen sich neben einem Sprudelbad eine Sauna im Badezimmer oder extra Zimmer. Schwitzen wird von vielen nicht mehr nur mit Anstrengung assoziiert, sondern immer mehr mit Entspannung. Die Römer und Finnen haben es uns schon vor langer Zeit vorgemacht und das Dampfbad, die "Banja", ist ein fester Bestandteil der russischen Kultur. So hat in den vergangenen Jahrzehnten der Saunakult auch in Deutschland Einzug gehalten. Sauna-Fachmann Ewald Ettl weiß, dass sich immer mehr Menschen einen heißen Rückzugsort vom Stress des Alltags in ihren vier Wänden wünschen.

Sicherheit geht vor

"Saunen für Zuhause gibt es ab rund 3 000 im Fachhandel. Nach oben sind dem Luxus kaum Grenzen gesetzt," erklärt Ettl. Jeder kann sich im eigenen Zuhause eine Hitze-Oase einbauen, wenn ein Platz von mindestens eineinhalb auf zwei Meter zur Verfügung steht.

Die klassische Variante benötigt einen freien Platz von zweieinhalb auf zweieinhalb Meter. Bei den Holzarten kommt es auf den persönlichen Geschmack und auch den Geldbeutel an. Die klassische Sauna im Keller wird immer öfter abgelöst von einer integrierten Sauna im Badezimmer. "Hier gibt es raffinierte Varianten mit ansprechenden Glasfronten," weiß der Fachmann.

Als technische Voraussetzung benötigt die Sauna einen Starkstromanschluss. Heim-Saunen werden im Wohnraum generell mit Elektroenergie betrieben. Dies gilt auch für den sogenannten "Verdampfer". "Mit einer modernen Heizung können mehrere Saunaarten eingestellt werden", betont Ettl. Von der milden Kräutersauna, über das Warmluftbad bis hin zur Softdampfsauna und einer klassischen Finnischen Sauna müssen Entspannungswillige auf keine Version verzichten.

Hier gibt es gemäß Ewald Ettl eine gute Faustregel: Die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent sollte addiert mit der Temperatur in Celsius immer um den Wert 100 bis 110 liegen. Dies kann in einer modernen Sauna leicht programmiert werden.
"Damit sich der Saunende nicht wie in einem Schnellkochtopf fühlt, muss die Luftfeuchtigkeit abnehmen, wenn die Temperatur im Saunaraum zunimmt," erläutert der Experte. Das bedeutet, je heißer die Sauna ist, desto trockener ist sie.

Das hat den Vorteil, dass die trockenere Luft in der finnischen Variante den mit steigender Hitze vom Saunanutzer abgesondeten Schweiß besser aufnehmen kann, als das bei der feuchten Luft in einem kühleren Dampfbad der Fall ist. So erscheint ein Saunagang in einer Dampfsauna oft heißer als der in einer Finnischen Sauna, bei der bei 10- bis 20-prozentiger Luftfeuchtigkeit oft eine Temperatur von 95 Grad erreicht wird.
Was als angenehmer empfunden wird, hänge alleine vom persönlichen Geschmack des Besitzersab. "Egal was der Saunabesitzer bevorzugt, mit modernen Heizsystemen kann er jede Einstellung vornehmen, die vernüftig ist," erläutert Ettl.

Gesundes Schwitzen oder Abtauchen im Whirlpool - egal, was Erholungssuchende bevorzugen: Schon mit wenig Platz und etwas Budget lassen sich Wellnessangebote im eigenen Zuhause verwirklichen.

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Datum: 14. November 2016 14:11
Autor: Doris Emmer
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