Ein flotter Corsa

Christian Ederer und sein Power-Opel

Corsa (4 Einträge)

 

800 Kilogramm wiegt der 25 Jahre alte Corsa, in den Christian Ederer aus Arnbruck eine 150 PS starke Maschine eingebaut hat. Das Resultat ist ein äußerst leistungsstarkes Vehikel.

Das Leistungsgewicht des Corsas lässt sich durchaus mit dem eines Audi TT Quattro mit 3,2 Liter Hubraum und 250 PS vergleichen. Während beim Ingolstädter jedes PS etwa 5,72 Kilogramm beschleunigen muss, sind es bei Ederers Opel gerade einmal 5,33 Kilogramm. Der Grund ist das geringe Gericht, mit dem der Motor zwei Liter 16V aus dem Kadett GSI zurechtkommen muss.

Das schlägt sich in der Leistung nieder. "In knapp sieben Sekunden ist er auf 100 Stundenkilometer", sagt sein stolzer Besitzer. Die viertel Meile (402,34 Meter) schafft der Wagen in knapp 14 Sekunden. Bei Rennen auf dem Flugplatz in Vilshofen hat der junge Mann die Leistungsmarken seines Wagens vermessen.

Das Tempo des Flitzers liest Ederer von einem digitalen Tacho ab. Den hat er aus einem E Kadett ausgebaut. Für sicheren Halt auf der Straße sorgen bei dem Corsa vorne 195er Reifen, hinten halten ihn 205er Pneus. Die entsprechend groß dimensionierten Bremsen verzögern die Höllenmaschine entsprechend.

Den Fahrer halten Hosenträger-Gurte im Schalensitz. Ein weiteres optisches und gleichzeitiges sicherheitsrelevantes Detail im Innenraum: Der Wiechers Überrollbügel. Das komplettiert die Rennoptik des Kleinwagens.

Die dominierenden Farben des Interieurs sind Schwarz und ein mattes Orange. Ederer setzte dabei die schwarzen Elemente mit Leder um, die orangefarbenen Teile sind aus Alcantara, einem Mikrofaservliesstoff. Außen setzt Ederer die Farbgebung konsequent fort. Das Dach ist schwarz geledert, der Lack in mattem Orange gehalten.

Die Auspuffanlage ist in Edelstahl ausgeführt und mündet in einem Endrohr. Auf den Kleinwagen ist Ederer sichtlich stolz. Der lief in seiner ursprünglichen Form in Rüsselsheim vom Band. Mit 5 000 Euro Einsatz und Unterstützung von Bekannten schuf er im Winter 2012/13 ein Geschoss. Dabei baute er das Auto komplett neu auf.

Der 26-Jährige erklärt, wie er vorgegangen ist: Zunächst habe er die Sitze und andere Innenraumkomponenten weitgehend ausgebaut.

Durch Leichtbaukomponenten ersetzte er sie. Zwei Schalensitze bieten ihm und seiner Freundin Platz. Wo einst die Sitze waren, steht die Lautsprecheranlage. Im Prinzip sind es diese beiden Komponenten und die Besatzung des Wagens das Einzige, was bei
dem Wagen ins Gewicht fällt und nicht der Beschleunigung dient.



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Datum: 10. Mai 2016 10:34
Autor: Dominik Altmann
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