Schnäppchen oder Reinfall?

Immobilienfachfrau Barbara Schmid erklärt den richtigen Umgang mit einer Mietpreisskala

Immobilienfachfrau Barbara Schmid arbeitet beim Immobilienportal immowelt.de. (Foto: privat)

Immobilienfachfrau Barbara Schmid arbeitet beim Immobilienportal immowelt.de. (Foto: privat)

Wer weiter kommen will, muss mobil bleiben. Lockt ein Job in einer anderen Region oder soll aus einer Fernbeziehung eine gemeinsame Zukunft erwachsen, folgt oft ein Wohnungswechsel. Wer neu an einen Ort zieht und sich für den Kauf oder die Miete einer Immobilie interessiert, sollte wissen, wie das Preisniveau von Objekten auf dem dortigen Immobilienmarkt aussieht.

Auf dem Portal immowelt.de finden Immobiliensuchende in den Exposés zu Häusern und Wohnungen nicht nur Standard-Angaben, wie zum Beispiel den Energieausweis sowie wichtige Daten zur Größe und Ausstattung des Domizils, sondern bietet auch eine erste Entscheidungshilfe. Auf einer Skala können Suchende auf einen Blick erkennen, wie sich der Preis oder der Mietzins des Objektes zur Bandbreite von Immobilien ähnlicher Größe verhält.

Schnäppchen mit Vorbehalten

Barbara Schmid von immowelt.de erklärt, was der User aus dieser Skala ablesen kann und wo Vorsicht geboten ist. Nicht alle Objekte die nah am unteren Ende der Skala liegen seien automatisch Schnäppchen, betont sie. "Vielmehr kann durch diese Skala meist schon eine erste Einschätzung gemacht werden, wie der Zustand der Immobilie ist." Billig ist hier nicht automatisch gleich kostengünstig!

Oft müssten zum Kaufpreis noch weitere Kosten für Sanierungen und Erneuerungen hinzugerechnet werden. Hier können dann die Bilder im Exposé oder eine Besichtigung weiterhelfen. Versierte Handwerker können dann schon abschätzen, welcher Aufwand bis zum Bezug oder zur Vermietung nötig ist.

Heterogene Preisverhältnisse in Ostbayern

Die Breite der Skala sei an verschiedenen Orten höchst unterschiedlich, betont Barbara Schmid. Sie erklärt, dass im ostbayerischen Raum seit einigen Jahren oft frühere B-Standorte zu Boomstädten geworden sind. "Passau und Regensburg haben als Universitätsstädte einen wahren Run erlebt. Hier sind die Immobilienpreise innerhalb von fünf Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die Nachfrage hier ist groß", erklärt die Expertin.

Standortfaktoren, wie Dienstleistungsstruktur, Hochschulanbindung und Arbeitsplatzangebot würden die Preise in die Höhe treiben. Doch auch im "Speckgürtel" von solchen Boomstädten sei viel Zuzug zu verzeichnen.Wer solche Standortfaktoren getrost ignorieren kann, dem winken jedoch oft auch in ländlicher Umgebung schöne Objekte zu viel günstigeren Preisen, weiß die Fachfrau.



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Datum: 22. Februar 2016 15:05
Autor: Doris Emmer
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